| Story
Mit nur 18
Jahren veröffentlicht Francoise Sagan ihren ersten
Roman, der zum Welterfolg wird. Doch noch skandalöser
als ihr Roman ist ihr Leben, das geprägt ist von zahlreichen
Liebschaften mit Männern und Frauen, gescheiterten
Ehen und Drogenkonsum. Erst als sie Peggy Roche kennenlernt
und die beiden ein Paar werden, scheint sie so etwas wie
Geborgenheit gefunden zu haben. Doch wirklich zur Ruhe kommen
kann Francoise nicht, allein das Schreiben ist der einzige
Fixpunkt in ihrem umtriebigen Leben.
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| Kommentar
Bonjour Tristesse. Der Titel
ihres Erstlingswerks lässt sich gut auf das Leben von
Francoise Sagan übertragen (was sich wohl auch der
deutsche Verleih bei der Titelgebung gedacht hat). Doch
Traurigkeit kann man als Zuschauer nicht spüren, insgesamt
fällt es schwer für die zweidimensionalen Abziehbilder,
die bis in die Persiflage übertrieben werden, Gefühle
zu entwickeln. Nähe, sowohl körperliche als auch
emotionale zwischen den Figuren sucht man vergebens in diesem
Film und diesmal kann man sich nicht einmal beschweren,
dass die lesbischen Beziehungen eher wie zärtliche
Cousinen wirken, denn wie echte Liebesbeziehungen, werden
die heterosexuellen Beziehungen doch auch nicht besser behandelt.
Fast möchte man glauben,
Francoise wäre allein durch einen Kuss schwanger geworden.
Man kann nun sicherlich einwenden, dass dies beabsichtigt
ist und Francoise Unfähigkeit zeigen soll, sich zu
binden aus Angst verlassen zu werden. Doch auch der Film
scheint Bindungsängste zu haben und so fällt es
als Zuschauer auch nicht schwer, sich von ihm zu trennen.
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Production
Infos
Sagan,
FRA, 2008, 180 min, color
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