| Kommentar:
Butterfly Kiss scheint
die englische Antwort auf die amerikanischen Filme über
Serienkiller, wie z.B. „Natural Born Killers“ oder „Kalifornia“
zu sein. Wie darin, werden auch hier höchstens vereinzelt
Hinweise gegeben, was die Hauptpersonen zu dem werden ließ,
was sie sind. Das mag funktionieren, wenn die Geschichte
oder die Hauptfiguren faszinierend genug sind, daß
man ihnen durch eine Geschichte folgen möchte. Hier
ist dies jedoch nicht der Fall. Manche Szenen sind zu plakativ,
wie die in der der Zuschauer mit der Holzhammermethode darauf
aufmerksam gemacht werden soll, wie sehr Eunice innerlich
leidet, wenn sie ihre selbstbeigebrachten Wunden und die
Ketten, die ihren Körper umschlingen, präsentiert.
Nicht einmal die Szene, wenn man darum fürchten muß,
daß Eunice auch nicht davor halt macht, ein kleines
Mädchen zu töten, können einen in ihren Bann
schlagen. Bedingungslose Liebe, das Gute und das Böse
sollen Themen dieses Filmes sein, doch dies in bedeutungsschwangeren
Dialogen zu diskutieren, kann nach der Zeit des Autorenkinos
nur noch abschreckend wirken.
Die letzte Spannung die
dieser Film aufbringen könnte wird dann auch noch zerstört,
da die in schwarz/weiß gedrehte Interviewszene mit
Miriam auf einer Polizeiwache, in denen sie über sich
und Eunice erzählt, das Ende vorwegnehmen.
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