FRA, 1996 


Story:

Alex lernt Juliette kennen, als sie als Ladendiebin verhaftet wird. Die junge Frau interessiert ihn zunächst nur als Möglichkeit seinem verhassten Bruder Ivan, der in die dunklen Geschäfte der Familie eingestiegen ist, zu überführen. Doch die junge Frau weigert sich und schon bald hat er sie vergessen. Bis er ihr 2 Monate später in der neuen Kneipe seines Bruders begegnet. Schon bald haben die beiden ein Abkommen: einmal in der Woche treffen sie sich für Sex, um gleich danach wieder ihrer Wege zu ziehen. Und noch immer versucht er über sie Informationen über seinen Bruder zu erhalten. Über das Leben des jeweils anderen wissen sie wenig, doch als Alex erfährt, daß Juliette ein Verhältnis mit Marie, einer Philosophieprofessorin hat, erkennt er, daß er sich anscheinend das erste Mal in seinem Leben verliebt hat. Doch dann stirbt Ivan und langsam kommt Alex dahinter, daß bei dem Überfall, bei dem nicht nur sein Bruder, sondern auch ein Wachmann getötet wurde, auch Juliette beteiligt war. Zunächst eine reine Zweckgemeinschaft, um Juliette zu retten, lernen sich er und Marie langsam besser kennen. 

Kommentar:

Der Film wird zum Teil in Rückblenden erzählt und Beginnt mit dem Tod von Ivan, Alex Bruder. Aus der Perspektive von vier verschiedenen Personen, erfahren wir mehr über die Beziehungen der Personen zueinander. Die beiden Haupterzähler sind Alex und Marie und beide sind miteinander verstrickt durch ihr Liebe zu Juliett. Doch mehr als Liebe ist es bei den beiden analytischen Menschen wohl ihr Weg aus der eigenen Isolation, aus dem eigenen Nichtleben heraus. Verzweifelt halten beide an ihr fest und werfen für sie ihre Prinzipien über Bord, denn es gibt nichts wichtigeres als Juliett für sie. Doch diese ist mit ihrem eigenen Leben überfordert und benutzt die beiden, um in eine andere Welt zu fliehen. Die Professorin für den Geist und als Vorbild, den Polizisten als Auflehnung und für bedeutungslosen Sex. Am Ende schafft nur Juliette sich aus ihrem Leben zu befreien, die beiden andere bleiben zurück und finden sich mit dem was bleibt auf ihre eigene Art und Weise ab. Während Juliette für Axel an Bedeutung verliert und Marie mehr in das Zentrum seines Interesses rückt (ohne das er dabei an Sex denkt), ist für Marie ein Leben ohne Juliette nicht existent und sie begeht mit ruhiger Gelassenheit Selbstmord. 

Production Infos

Les Voleurs, FRA,1996,117min,color 
Cast
Marie Leblanc  Catherine Deneuve 
Juliette Fontana  Laurence Côte 
Alex Daniel Auteuil 
   
Crew
director André Téchiné 
script André Téchiné 
Michel Alexandre
Pascal Bonitzer 
Gilles Taurand 
camera Jeanne Lapoirie 
Links
official site 
Catherine Deneuve Fanpage
Gossip:

Catherine Deneuve hatte auch in "Begierde" eine lesbische Szene.

Laurence Côte wurde für ihre Darstellung der Juliette mit dem César ausgezeichnet.

 

   
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