| Story
Der größte Wunsch von Anton
Zimmermann ist es einmal Prinz im Kölner Karneval zu sein,
nur leider fehlt im dazu das nötige Geld. Als er in einer
Filiale der amerikanischen Fischkette "Südsee" auf einer
Fischfrikadelle ausrutscht, kommt ihm ein genialer Gedanke.
Schließlich werden in Amerika die Konzerne um Millionensummen
verklagt, wieso sollte er dies nicht auch probieren. Er
gibt sich mit Hilfe seines Freundes Bätes als Vollinvalide
aus, nur seine Frau, die davon gar nichts hält muß im Dunkeln
gelassen werden. Während Anton auf einen Vertreter der Fischkette
wartet, kommt seine Tochter Lucy überraschend aus Amerika
zu Besuch, um ihren Eltern zu erzählen, dass sie verheiratet
ist. Was ihre Eltern jedoch nicht wissen, ist, dass Lucy
lesbisch ist und ihre "bessere Hälfte" Susanne, eine Frau.
Diese hält Anton jedoch für den gegnerischen Anwalt und
das Chaos nimmt seinen Lauf.
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| Kommentar
Nun bevölkern wir also auch
das Volkstheater, eine weitere Bastion des heterosexuellen
Rentners - auch öffentlich-rechtlicher Mainstream - genannt.
Peter Millowitsch meinte, dass seine Theatherstücke zeitgemäß
sein sollten und es nun mal keine Studienräte mit Zimmermädchen
mehr gebe. Sind wir also die moderne Antwort auf das Zimmermädchen?
Dass es ausgerechnet das kölsche Traditionstheater ist,
das die Homosexualität in sein Repertoire aufnimmt, wundert
einen nicht angesichts dessen, dass Homosexualität in Köln
zum Stadtbild dazu gehört. So war es denn für die Schwiegereltern
auch schlimmer, dass die Schwiegertochter aus Düsseldorf
kommt, als dass die Tochter lesbisch ist. Leider macht diese
Tatsache, den Schwank aber auch keinen deut witziger als
jede andere durchschnittliche Aufführung (zumindest für
die Nicht-Zielgruppe). Maike Gottschalk, die die Lucy spielte,
meinte, als sie erfuhr, nicht beim nächsten Stück dabei
zu sein, dass sich halt eine Tür schließe und eine andere
sich dafür öffne. Sie schien darüber eher sehr erleichtert
zu sein, genauso wie ich. Hoffen wir, dass die geschlossene
Tür ein Sicherheitsschloss hat und jemand den Schlüssel
verliert, so dass diese Tür nie wieder aus Versehen aufgehen
kann. Und ich sollte langsam mit meinem Plädoyer für "LIM-Lesben
im Mainstream" aufhören, sonst nehmen die mich weiter ernst
und ich muß solche Sachen angucken! In meinem letzen Albtraum
gab es schon ne Lesbe in "Rote Rosen" und ich musste jede
Folge gucken.
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Production
Infos
D,
2006, xx min, color
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