D, 2006


Story

Der größte Wunsch von Anton Zimmermann ist es einmal Prinz im Kölner Karneval zu sein, nur leider fehlt im dazu das nötige Geld. Als er in einer Filiale der amerikanischen Fischkette "Südsee" auf einer Fischfrikadelle ausrutscht, kommt ihm ein genialer Gedanke. Schließlich werden in Amerika die Konzerne um Millionensummen verklagt, wieso sollte er dies nicht auch probieren. Er gibt sich mit Hilfe seines Freundes Bätes als Vollinvalide aus, nur seine Frau, die davon gar nichts hält muß im Dunkeln gelassen werden. Während Anton auf einen Vertreter der Fischkette wartet, kommt seine Tochter Lucy überraschend aus Amerika zu Besuch, um ihren Eltern zu erzählen, dass sie verheiratet ist. Was ihre Eltern jedoch nicht wissen, ist, dass Lucy lesbisch ist und ihre "bessere Hälfte" Susanne, eine Frau. Diese hält Anton jedoch für den gegnerischen Anwalt und das Chaos nimmt seinen Lauf.

Kommentar

Nun bevölkern wir also auch das Volkstheater, eine weitere Bastion des heterosexuellen Rentners - auch öffentlich-rechtlicher Mainstream - genannt. Peter Millowitsch meinte, dass seine Theatherstücke zeitgemäß sein sollten und es nun mal keine Studienräte mit Zimmermädchen mehr gebe. Sind wir also die moderne Antwort auf das Zimmermädchen? Dass es ausgerechnet das kölsche Traditionstheater ist, das die Homosexualität in sein Repertoire aufnimmt, wundert einen nicht angesichts dessen, dass Homosexualität in Köln zum Stadtbild dazu gehört. So war es denn für die Schwiegereltern auch schlimmer, dass die Schwiegertochter aus Düsseldorf kommt, als dass die Tochter lesbisch ist. Leider macht diese Tatsache, den Schwank aber auch keinen deut witziger als jede andere durchschnittliche Aufführung (zumindest für die Nicht-Zielgruppe). Maike Gottschalk, die die Lucy spielte, meinte, als sie erfuhr, nicht beim nächsten Stück dabei zu sein, dass sich halt eine Tür schließe und eine andere sich dafür öffne. Sie schien darüber eher sehr erleichtert zu sein, genauso wie ich. Hoffen wir, dass die geschlossene Tür ein Sicherheitsschloss hat und jemand den Schlüssel verliert, so dass diese Tür nie wieder aus Versehen aufgehen kann. Und ich sollte langsam mit meinem Plädoyer für "LIM-Lesben im Mainstream" aufhören, sonst nehmen die mich weiter ernst und ich muß solche Sachen angucken! In meinem letzen Albtraum gab es schon ne Lesbe in "Rote Rosen" und ich musste jede Folge gucken.

Production Infos

D, 2006, xx min, color
Cast
Lucy Maike Gottschalk
Susanne Steiner Jutta Großkinsky
   
 
Crew
director Peter Millowitsch
script Peter Millowitsch
Barbara Schöller
camera
Links
Meike Gottschalk

 
 

 

 
 
 

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