| Story:
Die
13jährige Hanna lebt mit ihrem jüdischen Vater (einem erfolglosen
Schriftsteller), ihrer katholischen Mutter und ihrem Bruder Paul in einer
kleinen Wohnung in Montreal und das Geld ist aufgrund der Arbeitslosigkeit
des Vaters ständig knapp. Kein Wunder, daß die Mutter, die als
Näherin für den gesamten Lebensunterhalt der Familie sorgen muß,
kurz vor einem Zusammenbruch steht, tippt sie doch Nachts auch noch die
"Werke" ihres Mannes auf der Schreibmaschine. Um ihrem trostlosen Leben
zu entfliehen schluckt sie immer wieder mal Tabletten und Hanna hat nicht
zu unrecht ständig Angst um sie.
So flüchtet Hanna oft in ihre
eigene Welt, nämlich ins Kino, wo sie in ihrem Lieblingsfilm "Vivre
sa Vie" die Hauptdarstellerin (eine kühle Prostituierte) anhimmelt
und langsam beginnt sich mit ihr zu identifizieren. Auf einer Schul-Party
wird offensichtlich wie unwohl sich Hanna beim Tanz mit einem Jungen fühlt,
doch lernt sie dort auch Laura kennen, die Hanna schon eine ganze Weile
beobachtet hat und so endet der Abend für beide mit einem Kuß.
Schon bald aber scheint sich Laura auch für Hannas Bruder zu interessieren,
doch auch Hanna schmachtet längst jemand anderen an, nämlich
ihre Lehrerin....... |
| Kommentar:
Man kann den Film als eine gut gelungene
Millieustudie über das Erwachsenwerden in einer kaputten Familie und
über das erste Entdecken seiner sexuellen Neigungen bezeichnen. Dass
die Geschichte in den 60iger Jahren spielt fällt nicht weiter auf,
die selbe Story könnte sich ebensogut auch heute abspielen. Die Regisseurin
verzichtet zum Glück auf Überdramatisierungen der im Film sehr
zahlreich aufgegriffenen Themen wie unter anderem Coming Out, Arbeitslosigkeit,
Selbstmord oder Prostitution und das ist wohl neben dem Schauspielerensemble
auch die Stärke des Filmes. Einziges Manko ist das allzuplötzliche
Happy-End des ansonsten eher melancholischen Films, das ein bißchen
aufgesetzt wirkt. |
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Production
Infos
Set me Free
Canada,Fra,CH,1999,95min,color
| Cast
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| Crew
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Links
| Gossip
Pascale Bussières, die Mutter
von Hanna, kennt man aus einem anderem Lesbenfilm. Sie spielte Camille
in "When Night is Falling".
Emporte-moi gewann einen Spezialpreis
beim Berliner Filmfestival und war der kanadische Beitrag für den
Auslandsoscar 1999.
Auch ein weiterer
Film der Regisseurin Léa Pool "Lost
and Delirious" dreht sich ums Erwachsenwerden
und Coming Out.
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