| Story:
Nach ihrer Hochzeit
zieht die Inderin Sita mit ihrem Mann zu dessen Familie.
Dort herrschen die alten Sitten an die sie sich zu halten
hat, auch wenn ihr Mann sie offensichtlich betrügt
und ihr zu verstehen gibt, sie nur geheiratet zu haben,
weil seine Familie es so wünschte. Die einzige, die
sie herzlich aufnimmt ist Radha, die mit dem Bruder ihres
Mannes verheiratet ist und sich in ihr Schicksal gefügt
hat. Zunächst freunden sich die beiden an, doch schon
bald wird aus der Freundschaft Liebe. Eine Liebe, die in
Indien verboten ist.
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| Kommentar:
Mit diesem Film ging die Regisseurin
in Indien ein großes Risiko ein, da dort Homosexualität illegal
ist. Nach dem Erscheinen des Filmes erhielt sie auch des öfteren Morddrohungen.
Der Film folgt der langsamen
indischen Erzählweise, die für den europäischen
Zuschauer mitunter langatmig erscheinen kann.
Anhand der unterschiedlichen
Schicksale der Familienmitglieder schildert der Film den
unterschiedlichen Umgang mit Sexualität in Indien.
Dabei werden sowohl Themen wie Unfruchtbarkeit als auch
Ehebruch zwar angeschnitten, treten aber schon bald in den
Hintergrund, ohne sie genauer zu analysieren. Die vorherrschenden
Familienstrukturen werden anschaulich dargestellt mit der
Familie als Mikrokosmos. Schade ist es jedoch, daß
dabei nicht auf die gesellschaftlichen Repressalien, die
Lesben in Indien ausgesetzt sind, eingegangen wird. In dem
Moment, wo die beiden sich zueinander bekennen und die Familie
hinter sich lassen, ist dies zwar eine Art Befreiung von
den engen Regeln der Familie, wie es jedoch nun für
zwei alleinstehende Frauen, die sich zudem noch lieben,
in einer von Männern dominierten Gesellschaft weitergehen
wird und kann, wird leider nicht mehr beantwortet.
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Production
Infos
Can/Ind, 1996,
104min, color
| Cast
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| Crew
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Links
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| Film
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