| Story
Die
Übersetzerin Fariba flieht aus dem Iran nach Deutschland,
da ihr als Homosexuelle in ihrem Heimatland die Todesstrafe
droht. In Deutschland angekommen, landet sie in einem Übergangslager,
bis über ihren Antrag entschieden worden ist. Da sie bei
der Anhörung jedoch nicht den wahren Grund ihrer Flucht
angegeben hat, droht ihr nun die Abschiebung. Sie nutzt
die Chance als ein iranischer Mitinsasse Selbstmord begeht
und nimmt seine Identität an. Als Siamak erhält sie das
Aufenthaltsrecht und landet im tiefsten schwäbischen Hinterland.
Bei der illegalen Arbeit in einer Sauerkrautfabrik lernt
sie Anne kennen und obwohl sie fürchten muß entdeckt zu
werden, kommen sich die beiden Frauen näher. Annes Freundeskreis
beäugt die Annäherung zwischen der allein stehenden Mutter
und dem verschlossenen Asylanten argwöhnisch.
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| Kommentar
Deutschland, das Land auf
das so viele Asylbeantragende all ihre Hoffnung setzen,
erscheint grau und eng in diesem Film und entspricht so
gar nicht den Vorstellungen von dem Land, in dem Milch und
Honig fließen sollen. Die Briefe, die Fariba in Siamaks
Namen an dessen Eltern schreibt und von seinem guten Leben
in Deutschland berichtet, unterstreichen dies. Nichts ist
gut an diesem Leben, in dem man oder in diesem Fall frau
in ständiger Angst vor der Enttarnung und Abschiebung lebt
und als fremdländischer Mensch, argwöhnisch beäugt wird.
Das fremde Land, das ihr ein freies Leben ermöglichen sollte,
verlangt von ihr wie der Iran ein Versteckspiel, um zu überleben.
Die zarte Annäherung an Anne, so langsam und sacht sie sich
vollziehen mag, ist einziger Lichtblick und größte Gefahr
zugleich. Angelina Maccarones Filme sind erwachsen geworden
und das Erwachsenenleben ist kein schöner Ort in diesem
Film.
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Production
Infos
D,Ö,
2005, 97 min, color
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