| Story
Ende
der 70iger Jahre macht sich die 17jährige Gia, mit
nichts anderem als ein paar Dollar und einem Messer in der
Tasche, auf nach New York und zwar mit dem Ziel Model zu
werden. Gia sieht zwar eher aus wie eine Punkerin, doch
der Agenturchefin Wilhelmina kann sie mit ihrer Aggressivität,
die sie einsetzt um ihre Ziele zu erreichen, imponieren
und so bekommt sie ihren ersten Job. Als Kontrast zu den
damals vorwiegend blonden Frauen im Modelgeschäft,
bekommt Gia immer mehr Aufträge und bald schwebt sie
ganz hoch oben am Supermodelhorizont. Gia steht nun unvorbereitet
in einem neuen Leben, gefüllt mit wilden Partys, Alkohol,
Drogen und Sex. Bei einem Fotoshooting lernt sie die Maskenbildnerin
Linda kennen, und beide beginnen eine Beziehung, die aber
durch die Tatsache, daß Linda auch noch einen Freund
hat und Gias Drogensucht immer wieder auf eine harte Probe
gestellt wird. Bis
Linda Gia, die Aufgrund ihrer zerütteten Kindheit ohnehin
schon immer Angst hatte allein zu sein, eines Tages vor
die Wahl stellt: "Die Drogen oder ich."
|
| Kommentar:
Der Film beruht auf
der Lebensgeschichte des Models Gia Marie Carangi, die 1986
als erste Frau in den USA "offiziell" an AIDS starb. Es
wird versucht ein Blick hinter die Kulissen des glorifizierten
Modeldaseins zu werfen, doch der Film schafft es leider
nicht dabei auch in die Tiefe zu gehen und so erinnert z.B
die Szene als Gia und Linda zusammenkommen ein wenig an
einen billigen Softporno, als an romantisches Kino. Bei
der Bewertung muß man allerdings auch berücksichtigen,
daß es sich um keine große Hollywoodproduktion,
sondern nur um einen einfachen schnell produzierten TV-Film
handelt. Aber es ist Angelina Jolies facettenreiche Darstellung
von "Gia", die den Film zum Leben erweckt und ihn wirklich
sehenswert macht. Sie erntete nicht umsonst dafür den
Golden Globe, und der Film kann sozusagen als ihr großer
Durchbruch zur Hollywood-Karriere betrachtet werden. Kennt
man die Schauspielerin aus diversen Interviews, fragt man
sich während dem Film (z.B. in der Messer-Szene) sogar
manchmal, ob man tatsächlich noch die Rolle "Gia" vor
sich hat, oder ob Autobiographisches der Jolie eingeflossen
ist. Und so lehnte Jolie die Rolle zuerst auch ab und zwar
weil sie Angst vor ihr hatte. Es wäre bisher der Charakter
gewesen, der am Ähnlichsten ihrer eigenen Person angelegt
war, meinte sie später in einen Interview.
|
|
|
|
 |
Production
Infos
USA,1998,126min,color
| Cast
|
| Crew
|
Links
|
Gossip
Der Charakter
der "Linda" ist nicht authentisch, sondern wurde aus
vielen kleinen Affairen und kurzen Beziehungen, die
Gia während dieser Zeit hatte, erschaffen.
Jolie, die selbst
von sich behauptet Bi zu sein, hatte auch wegen einer
anderen Sache Bedenken die Rolle anzunehmen und zwar
meinte sie: "The sex between women -- I didn't know
if they could do that right." um dann mit dem Satz
abzuschließen: "But I enjoyed doing the sex
scenes"
Elizabeth Mitchell
(Linda) spielte übrigens in der 7.Staffel von
Emergency
Room die lesbische Psychologin Dr. Legaspi, die
sich in Dr. Weaver verliebt und hatte auch im Film
"Nurse
Betty" einen Lesbenkuß.
Es gibt 2 Versionen
dieses Filmes, die normale Fassung, die im USA Fernsehen
lief und eine um 6 Minuten längere im Handel
erhältliche "uncensored version".
|
|
|