USA, 2003


Story

Um einen Staatsanwalt unter Druck zu setzen, bekommt der Auftragskiller Larry Gigli von seinem Chef Lenny den Auftrag, Brian, den geistig behinderten Bruder des Staatsanwalts zu entführen. Da er nicht weiß, was er mit dem Jungen anfangen soll, nimmt er ihn zu sich nach Hause, um weitere Befehle abzuwarten. Doch Lenny traut ihm den Job alleine nicht zu und engagiert Ricki, die ihm auf die Finger gucken soll. Natürlich versucht Larry bei ihr zu landen, auch nachdem er erfahren hat, dass sie lesbisch ist. Weitere Probleme warten auf die beiden, als ihr Auftraggeber verlangt, dass sie Brian einen Finger abschneiden, doch dieser hat längst ihre Beschützerinstinkte geweckt.

Kommentar

Willst du fahren oder blöd quatschen? Wird einmal in dem Film gefragt und man möchte den Fernseher anschreien: "Fahr, aber schnell und bitte gegen die nächste Wand!"

Aber den Film gegen die nächste Wand gesetzt haben die Macher schon selbst und uns bleibt es leider überlassen, das Ergebnis zu begutachten. Wären wir Versicherungsagenten würden wir sagen: ‚Totalschaden, gleich zum Schrottplatz damit und dort bitte gut vergraben.'

Dabei glaubten die Produzenten auf der sicheren Seite zu sein. Wer muss sich schon anstrengen und ein gutes Drehbuch mit logischen Dialogen haben, wenn er Bennifer hat? Ja, das war damals in der Zeit als Bennifer die Schlagzeilen so füllte, wie es Britney Spears heute mit ihren üblen Haaren schafft. Nur um ganz sicher zu gehen, gabs in dem Film dann auch noch den Quoten-Geistigbehinderten. Allerdings muß man sich bei dem Müll den alle Beteiligten dank Drehbuch so von sich geben, sehr anstrengen, ihn zu erkennen. Die größte Anstrengung erwarten die Produzenten von uns, wenn sie uns weismachen wollen, die Figur der Lopez wäre intellektuell. Was wir ihr ungefähr so abnehmen, wie lesbisch zu sein. Dieses erwähnte ‚lesbisch sein' scheint dann auch nur so mal kurz eingeworfen zu sein, als Rickis Ex Robin auftaucht, um uns zu erklären, wieso diese beiden ‚ach so attraktiven Menschen' nicht gleich über einander herfallen und wir sind die Leidtragenden, weil wir das primitive Balzverhalten, das wohl lustig sein soll und es in den 70ger Softpornos vielleicht auch mal war, ertragen müssen.

Schmerzhafter Höhepunkt des Films ist dann auch die Szene in der uns und Ben Affleck eine Yogamachende Lopez erklärt, wieso es nicht um den Penis sondern immer nur um die Vagina geht. Und auf den Vergleich zwischen Lippen und letzterem hätte ich gut und gerne verzichten können.

Fazit: So unaussprechlich der Filmtitel ist, so unaussprechlich sind auch die Gräuel dieses Filmes.

Production Infos

Gigli
USA, 2003, 121min, color
Cast
Larry Gigli Ben Affleck
Brian Justin Bartha
Ricki Jennifer Lopez
Robin Missy Crider
Crew
director Martin Brest
script Martin Brest
camera Robert Elswit
 
Gossip

Der Film konnte dann auch gleich 7 Razzie Awards unter anderem als schlechtester Film, für den schlechtesten Schauspieler und die schlechteste Schauspielerin 2004/2005 einheimsen.

 
Film bestellen

Articles Multimedia Gallery