DDR, 1990


Story

Durch einen Sturz als Baby verkrüppelt, lebt der Kaufmann Friedemann zurückgezogen mit seinen drei unverheirateten Schwestern und widmet sich dem Theater und der Musik. Auch sein größter Wunsch, Mitglied des Orchesters zu werden, zerbricht, da er laut dem Orchestermeister nur mittelmäßig spielt. Als der neue Bezirkskommandant in die Stadt kommt, entflammt Friedemann für dessen Ehefrau Gerda. Trotz der Gerüchte im Ort, dass Gerda für eine Frau sehr burschikos sei und auch sonst nicht den Konventionen entspricht, versucht er dem Objekt seiner Begierde nahe zu kommen. Doch Gerda spielt nur mit seinen Gefühlen, wie mit allen Männern, denn insgeheim liebt sie nur Frauen.

Kommentar

Wurden wir nicht alle mit DEFA-Literaturverfilmungen a la Effi Briest im Deutschunterricht gequält? Dieser Film kann sich ohne Probleme in die Reihe dieser Filme einreihen. Einzelne gute schauspielerische Darbietungen gehen unter zwischen üblen Operettenkostümen und übertriebener Schminke in dieser biederen Verfilmung. Amüsant ist jedoch, dass einen die Schauspielerin, die Gerda spielt, an Andrea aus dem "Marienhof" erinnert (inklusive Schlupflider und fiesem Blick) und die Beschreibungen der Stadtbewohner, wenn sie versuchen die Ehefrau des Bezirkskommandanten zu beschreiben. "Dieser Gang, dieses Haupt, dieses Gesicht." Homosexualität ist halt doch immer an Äußerlichkeiten zu erkennen. :-)

Production Infos

DDR, 1990, 95 min, color
Cast
Herr Friedemann Ulrich Mühe
Gerda Maria von Bismarck
   
   
Crew
director Peter Vogel
script Peter Vogel
Günter Haubold
camera Günter Haubold
 
 
 

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