| Story
Durch einen Sturz als Baby
verkrüppelt, lebt der Kaufmann Friedemann zurückgezogen
mit seinen drei unverheirateten Schwestern und widmet sich
dem Theater und der Musik. Auch sein größter Wunsch, Mitglied
des Orchesters zu werden, zerbricht, da er laut dem Orchestermeister
nur mittelmäßig spielt. Als der neue Bezirkskommandant in
die Stadt kommt, entflammt Friedemann für dessen Ehefrau
Gerda. Trotz der Gerüchte im Ort, dass Gerda für eine Frau
sehr burschikos sei und auch sonst nicht den Konventionen
entspricht, versucht er dem Objekt seiner Begierde nahe
zu kommen. Doch Gerda spielt nur mit seinen Gefühlen, wie
mit allen Männern, denn insgeheim liebt sie nur Frauen.
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| Kommentar
Wurden wir nicht alle mit
DEFA-Literaturverfilmungen a la Effi Briest im Deutschunterricht
gequält? Dieser Film kann sich ohne Probleme in die Reihe
dieser Filme einreihen. Einzelne gute schauspielerische
Darbietungen gehen unter zwischen üblen Operettenkostümen
und übertriebener Schminke in dieser biederen Verfilmung.
Amüsant ist jedoch, dass einen die Schauspielerin, die Gerda
spielt, an Andrea aus dem "Marienhof"
erinnert (inklusive Schlupflider und fiesem Blick) und die
Beschreibungen der Stadtbewohner, wenn sie versuchen die
Ehefrau des Bezirkskommandanten zu beschreiben. "Dieser
Gang, dieses Haupt, dieses Gesicht." Homosexualität ist
halt doch immer an Äußerlichkeiten zu erkennen. :-)
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Production
Infos
DDR,
1990, 95 min, color
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