USA, 1998 


Story:

In Syds Wohnung tropft das Wasser von der Decke und dieser kleine Zwischenfall führt sie einen Stock höher und zwar in Lucys Badezimmer. Dort entdeckt Syd, die als Redaktionsassistentin für ein Fotomagazin arbeitet, unmengen interessanter Fotografien und erfährt, daß Lucy eigentlich eine relativ bekannte Fotografin ist, aber seit längerer Zeit nicht mehr kommerziell arbeitet. Lucy und Syd freunden sich an und Syd kann Lucy überreden eine Serie für ihr Magazin zu schießen. Lucy handelt aus, daß ihr Syd als Redakteurin zur Verfügung gestellt wird und hilft so auch Syd die Karriereleiter eine Stufe hochzusteigen. Syd und Lucy verbringen nun jede freie Minute zusammen, sehr zum Unmut von Syds Freund und auch Lucys Freundin Greta (eine dt. ehemalige Faßbinder-Schauspielerin) hat längst bemerkt, daß Lucy und Syd längst mehr verbindet als ihre gemeinsame Arbeit. Bei einem gemeinsamen Wochenende entstehen auch die für den Job benötigten Fotografien, nur mit dem kleinen Problem, daß Syd und Lucy darauf gemeinsam halbnackt abgebildet sind und Syd es nicht für angebracht hält die Fotos für das Maganzin zu verwenden. Weiters wird sich Lucy durch Syd ihrem Drogen und Beziehungsproblem bewußt und löst am Ende beides auf ihre eigene Art und Weise. 

Kommentar:

Es gibt sehr selten Filme wo die Chemie zwischen den Darstellern so stimmt, daß die gegenseitige Anziehung für den Zuseher schon ab der ersten Szene an spürbar ist. High Art ist einer davon und das ist neben den hervorragenden Schauspielern wohl auch die Hauptstärke dieses Filmes, dessen Hauptinhalt die gegenseitige Faszination von Lucy und Syd ist. Lucy bekommt durch die jüngere ehrgeizige Syd die nötige Energie um ihrem Leben, das seit Jahren stillsteht wieder Antrieb zu geben und Syd hingegen wird von Lucys bohemen Künstlerlebensstil samt Drogen und Dauerparties magisch angezogen. 
Auch wenn Drogen eine große Rolle spielen ist High Art sicher kein Drogenfilm im üblichen Sinne, da auf den in diesem Genre sehr beliebten Zeigefinger verzichtet wird, und es sich eher um eine Bestandsaufnahme einer Künstlerclique und deren Versuch aus dem langweiligen Alltagsleben zu entfliehen, handelt. Das Thema Abhängikeit wird viel mehr durch Lucys Freundin Greta (vielleicht sogar die tragischste Figur) dargestellt, die ihr Leben ganz nach Lucy ausgerichtet hat und sich bei Syd auch mit den Worten: "I live for Lucy" vorstellt um sich dann doch noch mit einem "with" zu verbessern.
Homosexualität wird wie schon in "Liebe und andere Katastrophen" erst gar nicht zum Thema gemacht. Es ist deutlich, daß es für Syd die erste Beziehung zu einer Frau ist, doch das wird nicht zum großen Problem hochgeschaukelt. Aufgrund seines tragischen Endes sicher kein gute Laune Film für alle Tage, dafür aber einer der den Seher auch noch nach dem Abspann weiterbeschäftigt.

Production Infos

USA,1998,101min,color 
Cast
Lucy Berliner  Ally Sheedy 
Syd Radha Mitchell 
Greta Krauss Patricia Clarkson 
Crew
director Lisa Cholodenko 
script Lisa Cholodenko 
camera Tami Reiker 
   
Links
Ally Sheedy Pages
Radha Mitchell Fanpage
 
Gossip:

Radha Mitchell spielte auch in "Liebe und andere Kathastropen" und einem Kurzfilm von Jamie Babbit (But I´m a Cheerleader) lesbische Rollen. 

High Art gewann zahlreiche Preise bei diversen Independet Film Festivals wie z.B. Sundance.

 
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