| Story:
In einer idyllischen Kleinstadt in
Neuengland führen die jungen Lehrerinnen Karen und Martha eine private
Mädchenschule. Ihr Leben läuft in geruhsamen Bahnen und sie haben
sich in ihrer kleinen heilen Welt eingerichtet. Doch die Idylle wird gestört
durch eine ihrer Schützlinge. Mary ist die Enkelin der einflussreichen
Mrs. Tilford und hat schon früh gelernt, andere zu tyrannisieren.
Als sie von Karen und Martha bestraft wird, rächt sie sich auf ihre
Art und Weise: in einer Szene in der man nur sieht wie sie ihrer Großmutter
ins Ohr flüstert, was sie angeblich im Haus beobachtet hat, erklärt
sie, die beiden Lehrerinnen bei zärtlichen Umarmungen beobachtet zu
haben. Das reicht aus, daß nicht nur sie, sondern auch alle anderen
Mädchen von der Schule genommen werden und schon bald finden sich
Martha und Karen isoliert und begafft wieder. Es dauert sogar einige Zeit
bis sie endlich erfahren, was ihnen vorgeworfen wird und beide sind schockiert,
haben sie sich doch nie das zu Schulden kommen lassen, was ihnen vorgeworfen
wird. Doch ihre Beteuerungen nützen nichts und sogar vor Gericht glaubt
man ihnen nicht. Sogar Karens Verlobter beginnt an der rein freundschaftlichen
Beziehung zwischen den beiden zu zweifeln. Und dann macht Martha Karen
auch noch ein Geständnis, das für Karen unglaublich klingt. Martha
ist tatsächlich in sie verliebt und gibt sich die Schuld an allem
was passiert ist. Schon bald darauf stellt sich heraus, daß Mary
gelogen hat, doch für Martha ist es zu spät. |
| Kommentar:
Laut William Wyler geht es in diesem
Film nicht um Homosexualität, sie wird nicht einmal beim Namen genannt,
sondern um Lügen und wie sie Leute vernichten können. Auch solche
netten, liebenswürdigen Frauen wie Martha und Karen, die sich in ihrem
Leben nie haben etwas zu Schulden kommen lassen. Doch wie in so vielen
Lügen ist auch in dieser ein Funke Wahrheit und so kann man, von Wyler
nun beabsichtig oder nicht, in diesem Film beobachten, wie allein das Gerücht
homosexuell zu sein, Leben ruinieren konnte (und heute z.T. auch noch kann).
Martha verkörpert dabei die typische Homosexuelle der frühen
Hollywoodfilme (soweit sie überhaupt sichtbar damals waren). Sie sieht
sich selber als krank an und haßt sich zutiefst, für das was
sie Karen und sich ihrer Meinung nach angetan hat (auch wenn sie ihre Gefühle
nie ausgelebt hat und sich erst durch die Konfrontation mit der Lüge
ihre eigenen Gefühle wohl wirklich eingesteht) und sie nimmt das Ende,
das damals jede Lesbe nehmen musste, sogar die nun wirklich unter sehr
viel Subtext verschüttete Lesbe in "Haunted": Den Tod. Es ist, wie
Shirley McLaine und Besucher des Filmes es ausdrückten, man möchte
sie bei den Schultern packen und einmal richtig durchschütteln und
ihr erklären, daß es nichts gibt wofür sie sich schämen
müsste.
Shirley McLaine erzählte in
"The Celluloid Closet", daß
sie sich der damaligen Tragweite des Filmes nicht bewußt gewesen
wären. Sie und Audrey Hepburn hätten sich nie darüber unterhalten
und waren sich auch nicht bewusst, was für eine Rolle sie für
das Selbstbewusstsein junger Lesben hätten spielen können. Heute
setzt sich Shirley McLaine für die Rechte von Homosexuellen ein.
Für Wyler war dieser Film ein
Remake seines eigenen früheren Films "infame Lügen" basierend
auf dem Theaterstück von Lillian Hellman. |
|
 |
Production
Infos
The Childrens
Hour,USA,1961,107 min,b/w
| Cast
|
| Crew
|
Links
| Gossip:
Und das mirage schon im Alter von
6 als sie den Film das erste Mal sah, den Verlobten viel zu langweilig
fand und wollte, daß die beiden Frauen alleine glücklich zusammen
leben, hätte ihr schon früh zu denken geben sollen. Tja manche
sind dann doch etwas langsam im merken :-))) |
|
|