USA,Fra, 1995


Story:

Jane verliert ihren Job und da es auch nicht mit der großen Liebe so klappte wie erhofft, will sie nur eins: Raus aus New York und da kommt ihr die Anzeige von Robin gerade recht. Diese sucht jemanden, mit dem sie sich die Strecke einmal Quer durch Amerika teilen kann. Sie machen einen Zwischenstopp in Pittsburgh, auf den Jane bestanden hat, um eine alte Freundin zu besuchen. Da diese aber gerade mal wieder mit ihrem trunksüchtigen schlagenden Freund Probleme hat, wird dieser kurzerhand niedergeschlagen und Holly gesellt sich zu der Zweckgemeinschaft. Auf ihrem Weg in den Süden Amerikas wird aus dieser Gemeinschaft jedoch mehr, doch da zeigt sich, daß Robin ernstlich krank ist und die drei lassen sich gemeinsam in Tuscon nieder, wo sich vor allem Jane, die heimlich (und später nicht mehr so heimlich) in Robin verliebt ist, um die Kranke kümmert. Alles könnte so schön sein, wenn da nicht Robins Aidserkrankung wäre und die Tatsache, daß die Polizei auf der Suche nach Holly ist.

Kommentar:

"Magnolien aus Stahl on the Road" so könnte man den Film betiteln, noch zudem da beide von dem gleichen Regisseur stammen. Es ist einmal mehr einer dieser "starken Frauen" Filme die im Zuge des Erfolges von "Grüne Tomaten" die Leinwände bevölkerten. Und es gibt sogar Gemeinsamkeiten zwischen den Filmen, auch hier gibt es eine Lesbenliebesgeschichte (hier endlich wird die Sache auch beim Namen genannt, auch wenn man manchmal das Gefühl nicht loswird, daß Robin nur am Ende mit Jane zusammen ist, da sie irgendjemanden braucht) und Mary-Luise Parker, darf mal wieder die todkranke bekehrte Heterosexuelle geben. Am Anfang des Filmes sind die Figuren noch sehr zweidimensional und das Einzige was man mit Sicherheit über sie weiß, ist daß jede vor etwas anderem flieht. Erst langsam mit ihrer Fahrt in den Süden, entwickeln sich die Figuren, bekommen Tiefe und lernen durch ihre Freundschaft, daß man sich den Dingen stellen muß und um sie kämpfen muß, wenn man leben will. Leider ist diese Geschichte oft mit zuviel Zuckerguß überzogen und auch die Dialoge sollen mit aller Macht der Taschentuchindustrie zu mehr Einnahmen verhelfen und das ist leider manchmal sehr entnervend. Besonders wenn man das Gefühl hat, daß der Film es gerade immer so schafft, dann doch an der Realität vorbeizuschrammen und ein rosarotes Bild zu zeichnen und das trotz der Themen, die er anspricht. 

Production Infos

Boys on the side,115 min,color
Cast
Jane Whoopie Goldberg
Robin Mary-Louise Parker
Holly Drew Barrymore
   
Crew
director Herbert Ross
script Don Roos
camera Donald E. Thorin
   
Links

 Whoopie Goldberg Official Site

 Drew Barrymore Fanpage

 Mary Louise Parker Fanpage

 

Gossip:

Bei den GLAAD Awards 1996 wurde Kaffee, Milch, Zucker als bester Film des Jahres ausgezeichnet.

 
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