| Story
Die junge Schauspielerin
Elsa Brinkmann sieht der vor 30 Jahren unter mysteriösen
Umständen verstorbenen Filmdiva Lylah Clare (Kim Novak
in einer Doppelrolle) zum Verwechseln ähnlich. Der
frühere Regisseur und Ehemann von Lylah Clare, Lewis
Zarkan will daher mit ihr einen Film über das Leben
seiner Frau drehen, aber vorher muß sich Elsa in das
Ebenbild von Lylah verwandeln. Die Grenzen zwischen ihr
und ihrem Vorbild verschwimmen zusehends und die Geschichte
scheint sich zu wiederholen.
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| Kommentar
Kim Novak wirkt in diesem
Film über die Maschinerie Hollywoods wie die Frankensteinversion
aus Einzelteilen von Greta Garbo und Marlene Dietrich (inclusive
der lesbischen Affären) und auch die Dialoge und die
Handlung wirken zu konstruiert, um wirklich zu fesseln.
In schwarz-weiß wabernden Rückblicken werden
verschiedene Versionen über den ‚wirklichen’ Tod Lylah
Clare’s gezeigt und jeder einzelne wirkt wie die Choreographie
eines Schmierentheaters. Aber das macht auch nichts, denn
auch die Figuren wirken wie aus italienischen B-Movies der
50ger entstiegen. Ob nun der augenrollende Zarkan, die lesbische
und heroinsüchtige Drama-coach Rosella, die Lylah mehr
als freundschaftlich zugetan war, oder der krebskranke Produzent
Langner, sie sind zu sehr Reißbrettfiguren wie Elsa/Lylah
selbst, als dass man wirklich Anteil an dem Drama nehmen
würde. Kim Novak wiederholt hier eigentlich nur ihre
Rolle aus Vertigo, leider nicht auf gleich hohem Nivau,
dafür aber mit vielmehr Fratzen und ins Leerestarren.
Und spätestens wenn Elsa anscheinend vom Geist Lylahs
besessen ist, spielt sich der Film in den Olymp klassisch
schlechter Filme, die man sich immer mal wieder gerne ansieht.
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Production
Infos
The
Legend of Lylah Clare
USA, 1968, 130 min, color
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