USA, 1968


Story

Die junge Schauspielerin Elsa Brinkmann sieht der vor 30 Jahren unter mysteriösen Umständen verstorbenen Filmdiva Lylah Clare (Kim Novak in einer Doppelrolle) zum Verwechseln ähnlich. Der frühere Regisseur und Ehemann von Lylah Clare, Lewis Zarkan will daher mit ihr einen Film über das Leben seiner Frau drehen, aber vorher muß sich Elsa in das Ebenbild von Lylah verwandeln. Die Grenzen zwischen ihr und ihrem Vorbild verschwimmen zusehends und die Geschichte scheint sich zu wiederholen. 

Kommentar

Kim Novak wirkt in diesem Film über die Maschinerie Hollywoods wie die Frankensteinversion aus Einzelteilen von Greta Garbo und Marlene Dietrich (inclusive der lesbischen Affären) und auch die Dialoge und die Handlung wirken zu konstruiert, um wirklich zu fesseln. In schwarz-weiß wabernden Rückblicken werden verschiedene Versionen über den ‚wirklichen’ Tod Lylah Clare’s gezeigt und jeder einzelne wirkt wie die Choreographie eines Schmierentheaters. Aber das macht auch nichts, denn auch die Figuren wirken wie aus italienischen B-Movies der 50ger entstiegen. Ob nun der augenrollende Zarkan, die lesbische und heroinsüchtige Drama-coach Rosella, die Lylah mehr als freundschaftlich zugetan war, oder der krebskranke Produzent Langner, sie sind zu sehr Reißbrettfiguren wie Elsa/Lylah selbst, als dass man wirklich Anteil an dem Drama nehmen würde. Kim Novak wiederholt hier eigentlich nur ihre Rolle aus Vertigo, leider nicht auf gleich hohem Nivau, dafür aber mit vielmehr Fratzen und ins Leerestarren. Und spätestens wenn Elsa anscheinend vom Geist Lylahs besessen ist, spielt sich der Film in den Olymp klassisch schlechter Filme, die man sich immer mal wieder gerne ansieht.            

Production Infos

The Legend of Lylah Clare
USA, 1968, 130 min, color
Cast
Lylah Clare / Elsa Brinkmann Kim Novak
Rosella  Rosella Falk
   
Crew
director  Robert Aldrich
script Hugo Butler
Edward DeBlasio
Jean Rouverol
Robert Thom
camera Joseph F. Biroc
Links
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