| Story
Die Taschen sind gepackt,
die Blumen gegossen und ein Ersatzschlüssel an den Nachbarn
übergeben. Eigentlich ist Dora bereit für ihren Urlaub.
Als es mitten in der Nacht stürmisch an der Türe klingelt
kommt es jedoch ganz anders. "Ich hab ihn totgeschossen"
vernimmt sie von ihrer Nachbarin Jola, die sie kaum kennt,
und gewährt ihr trotzdem widerwillig Unterschlupf. Am nächsten
Morgen versucht die unzugängliche Dora, Jola zu überreden
sich der Polizei zu stellen, doch aus der Nacht werden mehrere
und langsam gewöhnt sich die einsame Dora an ihren unerwarteten
Besuch und findet Gefallen an der neuen Zweisamkeit. Als
Dora jedoch erfährt, dass Jola unschuldig ist und es dem
"Opfer" gut geht, verschweigt sie dies Jola, um sie weiterhin
bei sich zu behalten. Sie möchte nicht noch einmal verlassen
werden.
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| Kommentar
"Wer liebt, riskiert zu
leiden. Wer nicht liebt, leidet schon" erfährt die schroffe
abweisende Dora, die sich mit ihrer Einsamkeit scheinbar
gut arrangiert hat, von Jola nicht nur wörtlich. Auf den
zweiten Blick ist Nachbarinnen aber kein typischer Liebesfilm.
Im Mittelpunkt steht der Prozess, den Dora durchmacht, um
sich langsam von der Vergangenheit zu trennen und sich vorsichtig
neuem zu öffnen.
Die Regisseurin, deren Abschlußarbeit
"Nachbarinnen" war, gibt der Handlung genug Zeit
und Raum, um diesen Prozeß glaubhaft darzustellen. Die beiden
überzeugenden Schauspielerinnen tragen den Rest dazu bei.
Der Raum, den Doras Entwicklung bekommt, wird leider bei
Jola eingespart, die etwas eindimensional beschrieben wird.
Gern würde man mehr von der Polin erfahren.
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Production
Infos
D,
2004, 88 min, color
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