Deutschland / Frankreich, 1985


Story

Aus Berlin geflohen verliebt sich die deutsche Jüdin November in Paris in Ferial, doch der Krieg holt sie durch den Einmarsch der Deutschen in Frankreich ein. Während Ferial in Paris unter den Besatzern bleibt, wird November bei Verwandten in der freien Zone versteckt. Doch die deutsche Armee rückt vor und November landet in deutscher Gefangenschaft. Dort wird sie zur Prostitution gezwungen, kann jedoch fliehen und gelangt zurück nach Paris, wo Ferial sie in ihrer Wohnung versteckt. Um ihrer beider Überleben zu sichern, nimmt Ferial eine Stelle bei einem ihrer früheren Verehrer an, der mit den Deutschen kollaboriert.   

Kommentar

Trotz der ähnlichen Thematik wie Aimee und Jaguar ist dieser Film meilenweit von dessen gekonnter Inszenierung entfernt. Schon in der ersten Szene schreit er einem entgegen „Achtung hier ist bemühtes Autorenkino“ und dieser Parole bleibt er auch leider seiner ganze Laufzeit hindurch treu. Und die kommt einem verdammt lange vor und das obwohl man andauernd das Gefühl hat, es würden einem wichtige Szenen fehlen, die die Geschehnisse auf der Mattscheibe erklären oder zumindest plausibler machen würden. So hält sich die Autorin/Regisseurin auch nicht lange auf, die Beziehung zwischen beiden Frauen entstehen zu lassen, lieber füllt sie ihren Film mit unnötigen Nebenhandlungen, um das Grauen des Krieges darzustellen. Sie hätte sich lieber auf ihre Hauptfiguren konzentrieren sollen. Denn so straucheln sie eher lustlos als liebestaumelnd durch den Film und alle Widrigkeiten, die ihnen die Autorin in den Weg wirft. Und die Langeweile ist auch auf den Gesichtern der Schauspielerinnen deutlich ablesbar........ entweder das, oder ihre mangelnde Schauspielfähigkeit. 

Production Infos

D/Fra, 1985, 108 min, color
Cast
November Messing  Gabriele Osburg
Ferial Christiane Millet
Crew
director Alexandra von Grote
script Alexandra von Grote
camera Bernard Zitzermann
 

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