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Gegen die düstere Atmosphäre
in "Schöne tote Mädchen", wirken selbst
Filme wie "Lost
and Delirious" oder "High
Art" wie leichte Komödien.
Jeder einzelne der Charaktere
scheint direkt einem Gruselkabinett entsprungen zu sein,
und so wirken einzig die beiden Lesben, die von den Bewohnern
als Außenseiter abgelehnt werden, "normal".
Das ist einer der Gründe,
warum man dem Film, auch bei einer Ausbeute an Dramatik
und Cliché, die selbst die 3.Staffel von "L-Word"noch
übertrifft, nicht böse sein kann. Ein weiterer
ist die hervorragende Besetzung der skurilen Rollen. Der
Regisseur rechnet brutal und konsequent mit der kroatischen
Gesellschaft und deren Umgang mit Außenseitern ab
und man hat nach dem Film nicht unbedingt das Bedürfnis
seinen nächsten Urlaub im Osten zu verbringen.
Was allerdings schlußendlich
doch negativ aufstößt, ist die Botschaft, die
der Film am Ende vermittelt. So scheint man auch in der
modernen kroatischen Gesellschaft sein Happy-End erst als
verheiratete Ex-Lesbe mit Kind, deren Mann möglichst
nichts von der "dunklen" Vergangenheit seiner
Ehefrau erfahren soll, finden zu können.
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