| Story
Am
3.Juni 1968 schießt Valerie Solanas auf Andy Warhol. Wie
kam es dazu? Nach einem sehr guten Abschluß in Psychologie
entscheidet sich Solanas, ein Leben außerhalb, der von Männern
beherrschten Gesellschaft zu führen. Arbeit lehnt sie ab,
wozu auch, wenn es so einfach ist, den eigenen Körper für
Sex an Männer zu verkaufen? Privat jedoch bevorzugt sie
Frauen, doch auch dort scheint sie kein Glück zu haben.
Also nutzt sie jede wache Minute, um an ihren Abhandlungen
über die Überlegenheit der Frauen über die Männer zu schreiben.
Sie gründet "SCUM" (‚Society for cutting up men'), eine
Gesellschaft mit ihr als einziges Mitglied. Das Ziel, die
Herrschaft der Männer abzuschaffen. Über die Transexuelle
Candy lernt sie Andy Warhol kennen. Für sie steht fest,
er wird ihre Stücke aufführen und ihr helfen "SCUM" zu dem
zu machen, was ihr vorschwebt, doch Warhol scheint nicht
so daran interessiert zu sein, wie sie.
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| Kommentar
In einer langen Rückblende
nur unterbrochen von Auszügen aus Solanas Manifest über
die Überlegenheit der Frauen über die Männer ("SCUM") erzählt
der Film nach einer wahren Geschichte, wie sich Solanas
in ihre verzerrte Wahrnehmung verstrickt und nur noch ihre
verzerrte Realität am Rand der Gesellschaft wahrnehmen kann,
was schließlich in dem Attentat auf Andy Warhol gipfelt.
Beide sind keine sympathischen Figuren, wo Solanas übersprudelt
an politischen Ideen, die sie jedoch nicht umsetzen kann
(außer zu versuchen ihr Manifest auf der Strasse zu verkaufen),
agiert Warhol in Filmen und Bildern scheinbar ohne wirklichen
Inhalt. Zwei Gegensätze, die sich gegenseitig anziehen und
faszinieren und deren ‚Beziehung' doch zum Scheitern verdammt
ist, weil sie den gegenseitigen Erwartungen nicht entsprechen
können. Letztendlich zerbrechen beide an einander und zumindest
in Solanas Fall kann man darüber nur froh sein.
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Production
Infos
USA,UK,
1996, 103min, color
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