Story:
Camille unterrichtet
an einem protestantischen College Mythologie und ist mit
einem der anderen Professoren verlobt. Als man ihnen auch
noch gemeinsam die Stelle als Dekan anbietet (natürlich
nur unter der Bedingung, daß die beiden ihr Verhältnis
legal machen), scheint das Glück perfekt. Doch dann
stirbt Camilles Hund unter mysteriösen Bedingungen
und da sie unfähig ist, ihn zu begraben, lagert sie
ihn in ihrem Kühlschrank zwischen. In einem Waschsalon,
wo sie über den Verlust ihres geliebten Hundes trauert,
den sie wohl mehr liebte, als jeden anderen (Menschen eingeschlossen,
wie sie selber zugibt) trifft sie auf Petra, ihres Zeichens
Zirkusartistin und lässt sich von ihr trösten
oder zumindest Taschentücher kaufen. Und da Petra auch
noch kreativ ist und Camille unbedingt wiedertreffen will,
vertauscht sie geschickt deren Wäsche mit ihrer, nicht
ohne zuvor ihre Visitenkarte zwischen die Wäsche zu
stecken. Und schon die Wäsche verrät Camille,
daß Petra ein vollkommen anderer Mensch als sie ist.
Petra beginnt heftigst um sie zu werben und schon bald kann
sich Camille deren Charme nicht mehr entziehen.
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| Kommentar:
Dieser Film kann wohl
als das Märchen unter den "Lesbenfilmen" beschrieben
werden. Wenn man nicht alles zu Ernst nimmt (besonders nicht
das Ende mit dem Hund), hat man seinen Heidenspaß
und es gibt wohl kaum einen Film, der so erotische Szenen
wie dieser aufweist. Es ist eindeutig ein Film zum Träumen
und so sieht man gerne einmal über all seine Schwächen
hinweg nicht zuletzt aufgrund der wunderbaren Kameraführung
und den poetischen Bildern. Die Geschichte weist einige
Lücken auf, auch was die zeitliche Kontinuität
betrifft (anders ist es nicht zu erklären, daß
Petra vor einem Krankenwagen eintreffen kann) und mit unter
verliert sich der Film in Schwarz-weiß Zeichnungen.
Zwar behauptet die Autorin und Regisseurin, daß sie
auch starke heterosexuelle Figuren schaffen wollte, aber
dann werden wir mit einer Sexszene zwischen Camille und
ihrem Verlobten konfrontiert, die eher an Rammeln erinnert,
nur um kurz darauf gezeigt zu bekommen, wie erotisch und
sanft dagegen lesbische Liebe/Sex ist (auch wenn mirage
nicht unbedingt über ihr an einem Trapez schwingende
Zwillinge braucht, die ihr beim Sex in der Manege zusehen
können). Aber zum Happy end wird auch für die
heterosexuellen, eindimensionalen Charaktere gesorgt, wenn
Martin, Camilles Verlobter und die Zirkuszaussteigerin,
die Beständigkeit im Leben sucht, am Ende aufeinander
treffen.
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Production
Infos
Wenn
die Nacht beginnt,96 min,color
| Cast
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| Crew
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Links
| Gossip:
Der Titel des
Filmes stammt aus einem Zitat des Ingmar Bergman Films
"Fanny und Alexander" und gewann den "Best Screen
Award" auf dem Los Angeles Gay und Lesbian Film Festival
und einen Silbernen Bären in Berlin. In Amerika
sollte der Film zunächst NC-17 geratet werden
(Filme wie "Basic Instinct" dagegen bekamen noch ein
R), da eine solche Einstufung jedoch in USA mit einem
Todesstoß gleichkommt, wurde er ohne Rating
veröffentlicht.
Rozema führte
ebenfalls Regie in dem Film "Gesang
der Meerjungfrauen" und in "Mansfield Park", in
dem übrigens Frances O´Connor, die in "Liebe
und andere Katastrophen" die Mia spielte, die
Hauptrolle spielte.
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