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Seit über zehn
Jahren ist die Lindenstrasse nun schon ein Dauerbrenner,
dem in seinem ersten Jahr schon ein früher Tod prophezeit
wurde, doch Todgeweihte leben länger und so „beglückt“
uns die Serie mit den Schicksalen „normaler“ Menschen der
Lindenstrasse /München. Den Prinzipien der 68er Jahre
folgend, versucht man uns auch immer wieder politisch zu
bilden, indem die Figuren z.B. zum Stromboykott aufrufen
und Else Kling im Dunkeln sitzen lassen oder im Zeitalter
des Internets gar eine Homepage zum Stromwechsel ins Netz
stellen. Manchmal geht es dabei schon so plakativ zu, daß
man sich wie bei „Schmidteinander“ eine Einblendung in der
oberen Ecke mit „Achtung politisches/sozialkritisches Sendebewußtsein“
wünscht. Stets um politische Korrektheit bemüht tummelt
sich in der Strasse ein Panoptikum verschiedenster Personen
mit allen möglichen Randgruppen und so war es auch
nur eine Frage der Zeit bis dort die erste Lesbe auftauchen
würde, doch mit Fräulein Besirsky hat sicher niemals
jemand gerechnet, denn sie war die erste „Randgruppenfigur“
die vor Negativität nur so strotzte und allen selbstauferlegten
gesellschaftspolitischen Ansprüchen der Lindenstrasse
und ihren Machern zuwiderlief.
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Production
Infos
Deutschland,
1985-20??, 29 min, color
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